Woche 34 / 2019

Der Spätstarter ist auch ein Spätzünder

Als hoffnungsvolles Nachwuchstalent kann man Roman Fellmann schwerlich bezeichnen. Seit einem knappen Monat ist er 28 Jahre alt. Nicht wenige Schwinger haben in diesem Alter ihren Leistungszenit bereits überschritten. Beim 125-Kilo- Mann aus Winikon, der sich auf die Teilnahme beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug am kommenden Wochenende freut, dürfte das jedoch nicht der Fall sein. Das hat gleich mehrere Gründe. Fellmann findet erst spät zum Schwingsport. 13 Jahre ist er, als er erstmals ein Training des Schwingklubs Surental in Sursee besucht. Und das, obwohl bereits sein Vater Mitglied des SK Surental gewesen ist. Dann räumt er dem Schwingen auch nicht immer den höchsten Stellenwert ein. Vor Abschluss der Lehre als Forstwart pausiert er zum Beispiel längere Zeit, ebenso während der Zeit als Durchdiener in der Armee. Und schliesslich – wohl der Hauptgrund – wird der stämmige Sennenschwinger wiederholt durch Verletzungen zurückgeworfen. Seine Verletztenakte ist lang und umfasst unter anderem dreimal eine ausgerenkte Schulter und eine Bänderüberdehnung im Fussgelenk. Lange Pausen sind die Folge. Vielleicht hat Fellmann aber genau deswegen noch ein paar richtige gute Jahre als Schwinger vor sich. «Wenn man zu Beginn nicht so hart und professionell trainiert hat, verschieben sich die körperlichen Verschleisserscheinungen womöglich ein wenig», hofft er. mehr

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